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DPVKOM Bayern Ortsgewerkschaftstag des OV Kronach
- Neukenroth, 26. März 2011 -

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Bundesvorsitzender, Volker
Geyer, bei seinem Grußwort.
Foto: Rainer Glissnik

Neukenroth 26. März 2011 - Mittlerweile sind in Deutschland sieben Millionen Menschen im Niedriglohnsektor beschäftigt. Löhne um fünf bis sieben Euro seien mittlerweile normal, beklagte der Bundesvorsitzende der Kommunikationsgewerkschaft DPV (DPVKOM), Volker Geyer, beim Ortsgewerkschaftstag des OV Kronach in Neukenroth. „Was ist in unserem Land los und in der Arbeitswelt?“, fragte Geyer. Früher waren unbefristete Arbeitsverträge üblich, heute zunächst ein befristeter Arbeitsvertrag. Viele alternative Zustelldienste nehmen der Post AG Sendungsmengen weg - aber nicht weil sie besser sind, sondern weil sie niedrigste Portopreise haben, die sie nur aufgrund der Niedriglöhne anbieten können.

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Der Ortsvorsitzende, Alfred
Wich, berichtet über die Arbeit
des Ortsvorstandes.
Foto: Daniel Hoche
Auch der für die nächsten fünf Jahre wiedergewählte Ortsvorsitzende des Ortsverbandes Kronach der Kommunikationsgewerkschaft DPV Bayern (DPVKOM Bayern), Alfred Wich, stellte die Frage nach der Entlohnung der Arbeit. Würde in Deutschland Leistung wirklich belohnt, würden Krankenpfleger und Krankenschwestern mehr verdienen als Fondsmanager. Würde Arbeit danach gemessen, was jeder aus sich heraus holt, wäre es unvorstellbar, einem Unternehmensvorstand das Vielhundertfache dessen zuzugestehen, was eine Lehrerin bekommt.

Arbeit verlange Leistung und Opfer, verschaffe aber auch Anerkennung und Befriedigung. Aber warum belohne der Staat die Abschaffung von Arbeit? Warum zahlten Unternehmen weniger Steuern und Abgaben, wenn sie Arbeitsplätze wegrationalisieren, fragte Alfred Wich. Wie konnten wir es zulassen, dass es sich für viele Menschen schlicht nicht mehr lohnt zu arbeiten?

Der Ortsvorsitzende forderte, dass jeder die Chance erhalten müsse, Talente und Kenntnisse im Beruf zum Wohle der Gesellschaft einzubringen.

Intensiv bemühte sich Alfred Wich, bei den auch von der DPVKOM vertretenen Callcenter-Mitarbeiterinnen Interesse für die Gewerkschaftsarbeit zu wecken. „Mit Erschrecken stellte ich immer wieder fest, dass nahezu alle dort arbeitenden Frauen absolut Angst haben, sich einer Gewerkschaft anzuschließen.“ Aufgrund der oft angespannten Einkommensverhältnisse in deren Familien möchte niemand den Rauswurf riskieren.

Grüße vom Landesverband überbrachten Landesseniorenvorsitzender, Wolfgang Busch, und Vorstandsbeauftragter, Daniel Hoche.

Wahlen und Ehrungen
Nach zehn Jahren Vorsitz wurde Alfred Wich erneut einstimmig gewählt. Stellvertreter sind Volker Gehring und Christian Schaller (neu für den nicht mehr kandidierenden Otto Baierlipp). Rechnungsführer ist Peter Seidel, Kassenprüfer Siegfried Schneider und Eberhard Hoffmann, Schriftführer Erhard Barthel, Seniorenbeauftragte Hildegard Dittenhöfer, Frauenbeauftragte Sieglinde Ruß.

Für 40-jährige Mitgliedschaft in der DPVKOM wurden Hans Werner Müller und Bertold Hofmann geehrt, für 50-jährige Mitgliedschaft Sieglinde Ruß, Hans Jäckel und Peter Seidel.

rg

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Der Ortsverband ehrte langjährige Mitglieder.
Das Bild zeigt, von links, DPVKOM-Bundesvorsitzenden, Volker Geyer, Hans Jäckel (50 Jahre),
DPVKOM-Ortsvorsitzenden Alfred Wich, Sieglinde Ruß (50 Jahre), Peter Seidel (50 Jahre),
Hans Werner Müller (40 Jahre) und Landesseniorenvorsitzender Wolfgang Busch.
Foto: Rainer Glissnik


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